Ordonnanzturnier „Hessisches Ried“

Wolfgang Kinowski
Peter Klinger
Wappen des Board of Ordnance, am Tower in London mit dem Motto: Sua tela tonanti - frei übersetzt: „Dem Krieger seine Waffen“

Seit 1998 durchgeführt von der SSG unter Federführung von Wolfgang Kinowski, und seit 3 Jahren unterstützt von Peter Klinger, ist das "Ordonnanzturnier" ein schöner Wettbewerb für Schützen mit "offiziell eingeführten und an Soldaten als persönlicher Ausrüstungsgegenstand ausgegebenen Waffen".

Ordonnanzwaffen wurden von der Heeresverwaltung beschafft und offiziell ausgegeben. Die Anfänge der Ordonnanzbewaffnung gehen auf das Aufkommen stehender Heere im 18. Jahrhundert zurück. Was als „Office of Ordnance“ bereits um 1460 begann mündete 1683 im „Board of Ordnance“ mit Sitz im Londoner Tower – eine Behörde, die für Waffen und Ausrüstung der englischen Streitkräfte zuständig war. Damit einher gingen erste Schritte der Vereinheitlichung der Bewaffnung. So wurden die Teile der Militärmuskete „Brown Bess“ normiert und auf diese Weise untereinander austauschbar gemacht. Das war ein großer Fortschritt, weil die Zivilfabriken, die ergänzend zu den staatlichen Betrieben Militärwaffen produzierten, oft leicht abweichende Modelle geliefert hatten. So entstand eine standartisierte Infantriewaffe, die von 1722 bis 1838 verwendet wurde.

Rückblick auf das 22. Turnier 2022:

Auf Platz 1 bei der Mannschaftswertung landete Stockstadt I mit 1502 Ringen genau 12 Ringe vor Astheim II und auf Platz 3 folgte dann Stockstadt II mit einem Rückstand von 30 Ringen auf Astheim.
In der Einzelwertung siegte Reiner Metzsch (Astheim) mit 383 Ringen vor Klaus-Peter Thies, der nur 2 Ringe dahinter lag. Auf Platz 3 landete Klaus Engel (PSG Darmstadt) mit 380 Ringen gefolgt von Dieter Körber (376 Ringe). Den 5. Platz belegte Karl Heinz Krumb, ebenfalls Astheim mit 374 Ringen.
Mouchen-König wurde ebenfalls Klaus Engel, der in gesamten Turnier nicht weniger als 10 mal die Innen10 traf.
Die 4 Tagesbesten sind:
1. Turniertag: Michael Wurm mit 98 Ringen und 3 Innen10er
2. Turniertag: Karl Heinz Krumb mit 98 Ringen und 2 Innen10er
3. Turniertag: Hans-Peter Zeißler mit 98 Ringen und 5 Innen10er
4. Turniertag: Klaus-Peter Thies mit 100 Ringen und 4 Innen10er
Bester Nachwuchsschütze, weil das erste Mal teilgenommen und auf Anhieb mit 380 Ringen in der Gesamtwertung auf Platz 3 gelandet, ist Klaus Engel von der PSG Darmstadt.
Der Damenpokal für die erfolgreichste Frau des Turniers geht an Sylvia Bath und der Zielwassertrostpreis ging an Angelika Adler.
Nach längerer Abstinenz wurde in diesem Turnier endlich auch mal wieder die volle Punktzahl von 100 Ringen erreicht.
Geschossen von Klaus-Peter Thies und wie sollte es anders sein: Am letzten Turniertag als letzter Schütze. Er wollt's halt bisschen spannend machen.
Insgesamt starteten übrigens 88 Teilnehmer am diesjährigen Turnier.

Wolfgang Kinowski & Peter Klinger bei der Arbeit